Ersatz von Sachverständigenkosten

Das Amtsgericht München kommt in seinem Urteil vom 17.09.2013 – Az: 332 C 15358/13 – zu dem Ergebnis, dass ein in Relation zur Schadenshöhe berechnetes Sachverständigenhonorar grundsätzlich als erforderlicher Herstellungsaufwand i.S.d. § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB verlangt werden kann. Selbst wenn die Rechnung insgesamt oder einzelne Positionen tatsächlich überteuert sein sollten, trägt das Risiko hierfür grundsätzlich nicht der Geschädigte. Auf eine Auseinandersetzung mit dem Gutachter muss er sich insoweit nicht einlassen. Sachverständigenkosten sind selbst bei überhöhter Rechnung erstattungsfähig, sofern der Preis nicht erheblich und offensichtlich über dem Durchschnitt sämtlicher in Betracht kommender Gutachter liegt und dies für den Geschädigten erkennbar war.

Quelle: Verkehrsanwälte.de