Ersatz der Sachverständigenkosten/BVSK-Honorarbefragung

Das AG München hat durch Urteil vom 26.04.2013 – Az.: 345 C 1626/13 – entschieden, dass ein in Relation zur Schadenshöhe berechnetes Sachverständigenhonorar grundsätzlich als erforderlicher Herstellungsaufwand i.S.d. § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB verlangt werden kann. Zu einer Erforschung des ihm zugänglichen Markts, um einen möglichst preisgünstigen Sachverständigen ausfindig zu machen, ist ein Geschädigter grundsätzlich nicht verpflichtet. Die Sachverständigenkosten sind als üblich anzusehen, da sie sich innerhalb der in der Honorarbefragung des BVSK 2010/2011 genannten Spanne bewegen. Das AG München verweist auf die nunmehr herrschende Rechtsprechung, wonach auch die Schadenshöhe als Berechnungsgrundlage für die Sachverständigenkosten heranzuziehen ist. Dies gelte auch deswegen, weil es immer noch keine Honorarverordnung für die Sachverständigen im Kfz-Gewerbe gibt.
Das AG München lässt offen, ob eine Bagatellschadengrenze existiert, da eine mögliche Bagatellschadengrenze bei Reparaturkosten über 700 € jedenfalls überschritten ist.

Quelle: Verkehrsanwälte.de